Das Logbuch des Phantastonauten


 

In diesem Weblog gebe ich Einblicke in den Alltag eines bekennenden Phantasten (das bin ich). Hin und wieder werde ich hier kleine Artikel veröffentlichen, in denen eine ganz und gar phantastische Sicht auf die eigenartige Welt des Alltags offenbar wird. Wenn möglich mit Bildern, die das Ganze noch etwas eigenartiger erscheinen lassen könnten.

 


Das Verflixte Skizzenbuch

 

An einem Ort, der so still ist, wie der Nördliche Wald, hört man nicht nur das Zwitschern und Singen der Vögel, sondern man hört auch, wie der Vogel, der gleich singen wird, herbeigeflogen kommt und leise raschelnd auf dem Ast über dem eigenen Sitzplatz landet.

Dass ich nun an diesem Ort bin, gibt mir die Gelegenheit, endlich mein Skizzenbuch zu öffnen, darin herumzublättern und vor allem einige Zeichnungen anzufertigen.  Das ist doch nichts Besonderes, sollte man im Normalfall annehmen; nicht so bei meinem Verflixten Skizzenbuch: ...


 

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The Making of Goethes „Faust“

Im Sog der Vergangenheit: The Making of Goethes „Faust“.

 

Als die Einladung zu einer Ausstellungsteilnahme zum Thema „Faust 1“ hereinkam, war ich erst einmal gelinde gesagt überrascht. Der Veranstalter, Herr Michael Agi, besuchte mich kurz danach im Atelier für Phantastische Kunst und wir hatten ein anregendes Gespräch zu diesem Thema, so dass ich mich mehr und mehr für das Projekt begeisterte.

 

Gelesen hatte ich das Stück schon einmal. Allerdings war das schon über 30 Jahre her. Auch während der Zeit meines Studiums - Germanistik als Hauptfach - war Goethe selbstverständlich oft ein zentrales Thema. Auch schon lange her ...

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Feen-Zeit

Es gibt keine Entschuldigung für mein Verhalten an diesem Vormittag, außer vielleicht, dass ich mir der Ungehörigkeit meines Benehmens nicht bewusst war. Und törichterweise vergessen hatte, welchen Zeitpunkt ich mir für meinen Waldspaziergang ausgesucht hatte: kurz vor Weihnachten ist die Wintersonnenwende, die längste Nacht des Jahres, und die Wände zwischen den Welten sind zu diesem Anlass offensichtlich dünner als ein Blatt Papier. Und wie ein Bauerntölpel war ich ohne Anmeldung mitten in den Thronsaal der Feen gestolpert ....

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Feen-Holz

Es war leichtsinnig von mir, aber ich war tatsächlich unter diesem Baum eingeschlafen. Zuvor hatte ich gedankenverloren noch dreimal auf das von dicker Borke umhüllte Holz des Stammes geklopft …

 

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Die Hexenblume

Manchmal ist es wie verhext, so auch bei meiner letzten Reise in den Nördlichen Wald. Wie die Male zuvor, war ich auch jetzt wieder auf der Suche nach Phantastischem, welches ich hoffte, mit Hilfe von Zeichenstift und Farbe auf Papier bannen zu können.

Nur leider konnte ich dieses Mal nichts Phantastisches entdecken. Jedenfalls zu Anfang nicht.

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Die Erfindung von Graphic-Poetry

Es war nie meine Absicht, Gedichte zu schreiben, nichts lag mir ferner. Auf welche Weise es dennoch dazu kam, werde ich heute erzählen.

Eines Morgens saß ich wie so oft an meinem Arbeitstisch, schlürfte an einer Tasse Tee und kritzelte ziellos auf einem Blatt Papier herum. Plötzlich stutzte ich, denn inmitten bewussten Gekritzels entdeckte ich eine Gestalt, die mich verdutzt-fröhlich anguckte. Da ich in meiner Eigenschaft als Phantast an derartige Erscheinungen gewöhnt bin, fragte ich: Wer bist denn du?

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Phantastisches in Bonn

Die Betreffzeile der Email klang harmlos: „Ihr Atelier für Phantastische Kunst“. Werbung vielleicht, schlimmstenfalls eine Rechnung. Doch beim Lesen der Nachricht, die ich eines schönen Morgens im letzten Sommer in meinem Posteingang entdeckte, wurde ich allmählich wach. Sehr wach.

 

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Rapunzel

Gestern war ich ein weiteres Mal zu Gast bei der Schriftstellerin und Märchenforscherin Ingrid Lelley. Wie schon so oft, saßen wir eine Weile zusammen beim Tee und das Thema unseres Gespräches war an diesem Tag das Märchen „Rapunzel“ von den Brüdern Grimm.

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Feenstiefel

Einfach mal ein paar Tage in den Wald: friedliche Stille, rauschende Bäume, so ruhig, dass man die Blätter fallen hört. Abends im Waldloft vorm Kaminfeuer träumen, tagsüber dem Herbstwald die Wanderstiefel zeigen…und dazwischen, einfach nur so, um nicht aus der Übung zu kommen, ein paar Aquarelle mit Herbstfarben zaubern, nichts Ernstes, auf keinen Fall arbeiten. Das waren so meine Gedanken, als ich eines goldenen Oktobermorgens die Stadt hinter mir zurücklies.

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Der Geheime Name

Meine Beschäftigung mit Afrika führte mich zwangsläufig zu folgender Frage: Wie lautet der geheime Name der Giraffe? Dieses anmutige Wesen steht also dieses Mal im Mittelpunkt meiner Kunst der Verwandlung. Und in diesem Fall benötige ich, um meine Kunst ausüben zu können, den geheimen Namen.

 

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Die Froschkönigin

Im Gegensatz zu den Froschkönigen, von denen es viele gibt, ist die Froschkönigin sehr selten: es gibt nur die Eine. Und die ist sehr scheu. Sie zeigt sich nur ungern, benimmt sich dann eher unköniglich und treibt gerne mit den Fröschen und Nicht-Fröschen ihre Späße. Sie mag Seerosen und exzentrische Hüte.

 

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Froschkönig III.

Hier nun das dritte Mitglied der königlichen Froschfamilie. Tatsächlich gibt es mehr Froschkönige als man glaubt. Einige sagen „Jeder Frosch ein König“ …hm…ungewohnter Gedanke: An der Oberfläche sehen wir nur zwei Augen und die Nasenspitze; das am dritten Tag entstandene Bild zeigt, wie es darunter aussieht.

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Froschkönig II.

Gestatten: König Frosch der Zweite. Schon als Kaulquappe ein dekadenter Aristokrat durch und durch, hat er nun zu seiner wahren Natur absolut anmutiger Froschkönighaftigkeit gefunden.

 

Selbstverständlich behält er den goldenen Ball.

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Froschkönig I.

Mein erster Versuch, mich dem Thema Froschkönig zu nähern. Obwohl dieser stolze Herrscher schon selbstbewusst genug ist, den goldenen Ball zu behalten und ihn nicht für die arrogante Königstochter zu apportieren, finde ich, dass er dem klassischen Märchenfrosch noch ähnelt.

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Der Froschkönig

Das Atelier für Phantastische Kunst macht Ferien: „Eine Woche im Wald“, so lautete der Plan. Und im Gepäck jede Menge Farbstifte, Aquarellfarbe und Papier.

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