Die Hexenblume

Manchmal ist es wie verhext, so auch bei meiner letzten Reise in den Nördlichen Wald. Wie die Male zuvor, war ich auch jetzt wieder auf der Suche nach Phantastischem, welches ich hoffte, mit Hilfe von Zeichenstift und Farbe auf Papier bannen zu können.

Nur leider konnte ich dieses Mal nichts Phantastisches entdecken. Jedenfalls zu Anfang nicht.

Selbstverständlich waren lange Spaziergänge durch die schattigen Wälder und entspannte Nachmittage auf der Terrasse vom Waldloft ein sehr angenehmer Zeitvertreib, aber irgendetwas fehlte.

 

Vielleicht lag es daran, dass ich schon von Anfang an diesen äußerst unangenehmen Hexenschuß im Rücken verspürte.

 

Moment mal.

 

Irgendetwas an diesem Wort machte mich stutzig. Das geschah, als ich träge am Flussufer lag und den Geräuschen des ruhig fließenden Wassers lauschte. Ich fuhr hoch, was ich natürlich sofort bereute, wie gesagt, mein Rücken.

 

Aber war da nicht, gerade eben auf dem Hinweg zum Fluss, diese eigenartige Blume am Wegrand, die mir mit wissendem Blick alles andere als freundlich zugelächelt hatte …? Schon seit dem ersten Tag im Wald hatte sie meinen Blick auf sich gezogen. Zufall? In meinem Metier existiert dieser Begriff nicht.

 

Sofort machte ich mich an die Arbeit: Eine Zeichnung, oder besser noch zwei und der böse Zauber würde verschwunden sein …

 

und hier noch einige Bilder vom Flussufer, der Terrasse und aus dem Nördlichen Wald:

„Phantasie ist wichtiger als Wissen. Wissen ist begrenzt, Phantasie aber umfaßt die ganze Welt.“
Albert Einstein (1879-1955)

 

„Die Freiheit der Phantasie ist keine Flucht in das Unwirkliche, sie ist Kühnheit und Erfindung.“
Eugène Ionesco (1912-94)